Archiv für den Monat September 2013

Blumenstraßen-Brücke

Unweit der Bellevue-Brücke befindet sich die Blumenstraßen-Brücke. Diese sieht ähnlich unspektakulär wie die zuvor genannte Brücke aus, aber der Blick von der Brücke ist dafür atemberaubend schön.

Der Blick zeigt nämlich einerseits auf den Rondeelteich und auf der anderen Seite zum Kanal, der dann irgendwann in der Alster mündet.

erl. Blumenstraßenbrücke Blick

erl. Blumenstraßenbrücke Schild

erl. Blumenstraßenbrücke

Na? Habe ich zuviel versprochen?

Weiter geht es morgen

Karte anzeigen

Bellevuebrücke

Meine Suche nach Brücken, die ich noch nicht fotografiert habe, hat mich neulich zur Außenalster geführt. Dort, wo die übergroßen, schneeweißen Villen stehen und wo ganz Hamburg sonntags entweder flaniert (sehen und gesehen werden!) oder joggt. Beides ist nicht unbedingt meins, aber was tut man nicht alles für dieses Projekt.

Noch dazu, wenn man dann wie ich in der Sierichstraße das Auto parken will. Die Sierichstraße ist einer der ganz wenigen Straßen Europas, auf denen abhängig von der Tageszeit die Fahrtrichtung gewechselt wird und so mit den Verkehrsströmen schwimmt: Die Sierichstraße wird täglich von 4 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags zur Einbahnstraße stadteinwärts und von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr morgens zur Einbahnstraße stadtauswärts.

Unweit der Sierichstraße befindet sich die Straße Bellevue. Nomen est omen. Oder auch: wenn man diese Straße auf seinem Briefpapier hat, dann „hat man es geschafft“. Aber ich schweife ab, für ausführliche Berichte habe ich mein eigentliches Blog.

Hier nun also die heutige Brücke: die Bellevuebrücke

erl. Bellevuebrücke von unten

erl. Bellevuebrücke

Ich könnte mir vorstellen, dass es morgen eine Brücke zu sehen gibt, die sich dort ganz in der Nähe befindet …

Karte anzeigen

Brooksbrücke

Gut bewacht von der Hammonia verbindet die Brooksbrücke die Altstadt Hamburgs mit der Hafeninsel Kehrwieder und überquert somit den Zollkanal.

erl. Brooksbrücke Hammonia

Schön, nicht wahr?

Hammonia ist aber nicht die einzige Skulptur. Ebenso am nördlichen Brückenkopf (also Eingang von der Altstadt aus) steht ihr gegenüber die Europa (als Zeichen der Verbundenheit mit den europäischen Nachbarn) und die Brückenköpfe am südlichen Ende werden von Barbarossa (Friedrich I., er gilt als weltlicher Wegbereiter für den freien Handel in Hamburg)  und St. Ansgar (als religiöser Gründer Hamburgs) bewacht.

Ursprünglich war statt der Europa eine Skulptur der Germania auf dem nördlichen Brückenkopf und sie haben bis 1888 die freie Handelsverbindung Hamburgs (Hammonia als Schutzpatronin der Stadt) mit dem deutschen Reich (Germania) symbolisiert.  Im Oktober 1888 verlor Hamburg den Status als Zollausland – lediglich die 1885 erbaute Speicherstadt behielt den Status Freihafen und Zollausland. Eingeweiht wurde die Speicherstadt und die Eröffnung der Freihandelszone am 29. Oktober 1888 vor eben dieser Brooksbrücke, um die enge und unauflösliche Verbindung des Freihafens Hamburgs mit dem deutschen Zollgebiet für alle sichtbar zu machen.

Im 2. Weltkrieg wurde bei den Bombardierungen Hamburgs auch die Speicherstadt und somit auch die Brücken schwer zerstört. Unter anderem auch die Brooksbrücke mit ihren Skulpturen.

Aber glücklicherweise wird Hamburg nicht umsonst Stadt der Mäzäne und Stiftungen genannt und es gibt viele um das Wohl der Stadt bemühte Einzelpersonen und Firmen, die wesentlich dazu beigetragen haben und noch dazu beitragen, dass Hamburg einfach wunderschön wird, ist und bleibt.

Und so haben wir die Umgestaltung der Brooksbrücke mit ihren 4 Skulpturen Albert Darboven zu verdanken, der das Ganze finanziert hat. Erschaffen wurden die Skulpturen durch den in Hamburg geborenen Bildhauer Jörg Plickat.

Karte anzeigen