Stadthallenbrücke

Wie auch die Liebesinselbrücke befindet sich die Stadthallenbrücke im Stadtpark und feiert auch am 1. Juli den 100. Geburtstag. Konzipiert und erbaut wurde der Stadtpark vom damaligen Oberbaudirektor Fritz Schumacher und dem Oberingenieur Fritz Sperber. Die Garten- und Landschaftsarbeiten sind maßgeblich durch Hamburgs damaligem ersten Gartenbaudirektor Otto Linne durchgeführt worden.  Die Gebäude und Brücken entstammen zumeist aus den Plänen Fritz Schumachers, so auch die Stadthallenbrücke. 

Die Stadthallenbrücke überquert den Goldbekkanal und die gleichnamige Straße verbindet die Straßen Südring und Saarlandstraße.

Stadthallenbrücke 01 Stadthallenbrücke 02

Wie der Name der Brücke schon erahnen lässt, hat sie ihren Namen von der großen Stadthalle, die den Haupteingang zum Stadtpark bildete. Diese Stadthalle wurde aufgrund des 1. Weltkrieges erst ca. 1922 fertiggestellt und eröffnet und hatte einen dreiteiligen Saalbau, der mit seinen Nebensälen, Arkaden und der Terrasse Platz für ca. 10.000 Personen bot! Unvorstellbar, diese Größe. Nach Süden hin haben sich die Gebäude des Strandbads angeschlossen, das es ja heute noch gibt.  Durch die Bombardierungen im 2. Weltkrieg wurde die Stadthalle schwer beschädigt und in den 60er Jahren dann komplett abgerissen.

Dort, wo sich heute das Modellbaubecken befindet, also das Fontänebecken, in dem die Modellbauer ihre Boote fahren lassen, befand sich damals ein Teil der Stadthalle. Wenn man das Gelände heute kennt, erstreckte sich die Stadthalle also von der Brücke über das heutige Café Sommerterrassen, das Modellbaubecken bis zum Strandbad und Schumachers.

Ein Gebäude im Stadtpark, nämlich der frühere Wasserturm, der 1930 zum Planetarium umgebaut wurde, geht übrigens nicht auf die Pläne Fritz Schumachers zurück, sondern wurde von Oskar Menzel erbaut.

Im 2. Weltkrieg wurden im Stadtpark und auch bei der Stadthalle Flakstellungen aufgebaut, das Holz des Parks teilweise verheizt und neben der Stadthalle wurden bei den Bombardierungen Hamburgs die meisten Gebäude zerstört. Ausnahmen bilden die Trinkhalle und das Landhaus Walter. Nach dem Krieg gab es auf der Festwiese jahrelang Notunterkünfte für die ausgebombten Menschen und Flüchtlinge. Wie man heute sieht, wurde auf einen Wiederaufbau der zerstörten Gebäude verzichtet, so dass man heute nur noch Reste erahnen oder sich anhand der Skulpturen und Kunstwerke denken kann, dass hier mal ein Gebäude stand.

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