Knüppelbrücke

Mit der Knüppelbrücke begeben wir uns heute in den Jenischpark.

Um 1787 herum wurde die damals als „Hohe Brücke“ bezeichnete Brücke aus rohen Stämmen und Ästen gezimmert. „Hohe Brücke“ daher, weil unter ihr zunächst die Heuwagen mit ihren hohen Heubällen hindurch fuhren und später dann die Pferdekutschen mit königlichem Besuch. Über einen Zeitraum von 150 Jahren wurde die Brücke immer wieder ausgebessert und erneuert, bis sie irgendwann in den 1930er Jahren abgerissen wurde. Dank privater Spenden konnte dann die Brücke 1997 wieder erbaut werden, zwar dem Original gegenüber doch in veränderter Form, aber immerhin. 

Knüppelbrücke

Knüppelbrücke zoom

Knüppelbrücke Schild

Ich hatte leider nicht das Glück, die Knüppelbrücke bei schönstem Hamburger Herbst- oder Winterwetter einzufangen, sondern es hat ziemlich stark geregnet, aber ich bin der Meinung, sie ist immer einen Blick wert.

Kurz noch etwas zum Jenischpark: er liegt mit seinem Naturschutzgebiet, dem Flottbektal, zwischen der Elbchaussee im Süden und der Straße Hochrad im Norden. Die östliche Begrenzung bildet die Straße Holtzwiete (dort habe ich geparkt) und die westliche Begrenzung bildet die Baron-Voght-Straße. Die Feuchtwiesen des Jenischparks sind Teil der letzten von der Tide beeinflussten Flussauen Hamburgs.

Caspar Voght (oder auch „Baron Caspar von Voght“) war ein Hanseat und Kaufmann, der ab 1785 mit dem Ankauf von Grundstücken in Klein Flottbek begann, um diese dann ab 1787 nach englischem Vorbild zu einem „ornamented farm“, einem Landschaftsgarten mit landwirtschaftlicher Nutzung, umzugestalten. Die Mitte des Landschaftsgartens bildete der „parc du midi“. Der südlichste Teil, was dem heutigen 42 ha großen Jenischpark entspricht, wurde 1828 von M.J. Jenisch gekauft und umgestaltet und das von der Familie Jenisch zwischen 1831 und 1834 erbaute Jenisch-Haus, ein klassizistisches Landhaus, über einen Zeitraum von fast 100 Jahren als Sommersitz genutzt. Im Jahre 1927 wurde der Jenisch Park von der ehemaligen Stadt Altona gepachtet, 1939 dann erworben und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Weitere interessante Hinweise finden sich auf folgenden Seiten:

Freunde des Jenischpark e.V.     Im Jenischpark     sowie bei Hamburg-Alive

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