Mundsburger Brücke

Die heutige Brückenvorstellung wird ermöglicht durch knightlyart – was sonst!

Dass ich leidenschaftliche Bloggerin bin, lässt sich ja nicht überlesen. Dass ich dann aber dadurch andere Bloggerinnen und Blogger kennen gelernt habe, die der Vernetzung ebenso aufgeschlossen sind wie ich, begeistert mich immer mehr. Wurde neulich noch die Rethe-Hubbrücke durch die phantastischen Bilder und das Video von MoveMap ermöglicht, habe ich es heute der Bloggerin @knightlyart zu verdanken, dass ich die Mundsburger Brücke vorstellen kann.

Sie hat nämlich neulich einen Blogbeitrag veröffentlicht, wo sie so ganz nebenbei erwähnte, auf der Mundsburger Brücke gewesen zu sein. Das war mein Stichwort und ich habe sie gleich angetickert, ob sie dort in der Nähe öfter ist, weil mir die Brücke noch in meinem Dropbox-Speicher fehlt und ich es mir ersparen könnte, dorthin zu fahren, falls sie so nett ist …. Sie war so nett, eben „knightlyart – was sonst!“ Ganz so, wie ich sie kenne. So hat sie sich trotz eisiger Kälte auf den Weg gemacht und für mich die Brücke fotografiert und mir die Bilder zur Veröffentlichung gegeben. Ist das nicht klasse? 

So kann ich heute sagen: bitteschön, hier ist die Mundsburger Brücke – bitte beachtet, dass die Bildrechte bei knightlyart liegen!

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Aber damit nicht genug. Sie hat mir nicht nur die Bilder zur Verfügung gestellt, sondern hat ihren Lesern bereits einen Vorgeschmack auf meinen Beitrag gegeben, indem sie darüber gebloggt hat, dass sie eine Auftragsarbeit angenommen hat.

Tausend Dank an dieser Stelle!

Die Mundsburger Brücke wurde im Jahr 1870 errichtet und führt über den Mundsburger Kanal, der wiederum die Stadtteile Uhlenhorst und Hohenfelde trennt. Uhlenhorst war zu der Zeit noch nicht wirklich besiedelt und hatte durch das viele Wasser rundherum fast eine isolierte Insellage. Aus diesem Grunde sprechen Ur-Hamburger auch zumeist von „der Uhlenhorst“ oder „auf der Uhlenhorst“ – eben so, als sei es eine Insel. Die Mundsburger Brücke ist mit ihrer Breite von rund 60 Meter auch heute noch eine der breitesten Brücken Hamburgs und sie verbindet die Innenstadt mit Barmbek. Ich weiß gar nicht, wie oft ich da schon drüberher gebraust bin, ohne sie wirklich wahrzunehmen.

Dabei ist es nicht einfach nur eine schnöde Brücke. Ihre Brückenpfeiler wurden nämlich von Beginn an so konstruiert, dass in diesen Pfeilern Kasematten (also Räume) eingbaut wurden, die zu Kriegszeiten als Waffenlager und Schutzraum für die Soldaten dienten. In den 50er bis 70er Jahren wurden diese Kasematten allerdings als Zufluchtsraum von Personen genutzt, was die Stadt nicht gern gesehen hat und so wurden diese Räume Anfang der siebziger Jahre gefüllt und zugemauert.

So darbten die Räumlichkeiten dahin, viele vergaßen die Geschichte der Kasematten, aber wie der Zufall es so wollte, begab es sich eines lauen Sommerabends im Jahre 1995, dass die heutigen Betreiber des Anleger 1870 abends auf den wunderschönen Treppen neben den Kasematten saßen, sich an ihre Geschichte erinnerten und beschlossen, diese wieder zu beleben. Den Bauantrag haben sie dann auch im Jahre 1996 gestellt und dann begann das, wo viele aufgeben hätten und verzweifelten: das Warten. Ein Jahr verging, ein weiteres, es vergingen Jahre der Planung bis endlich im Jahr 2002 die Bauphase beginnen konnte und seit Juli 2003 heißt es nun „Willkommen im Anleger 1870„. Ein wunderschönes Restaurant mit traumhaften Alsterblick. Spätestens jetzt ist auch jedem bekannt, woher der Name stammt.

Schaut Euch die Bilder des Anleger 1870 bei knightlyart an – es lohnt sich.

Karte anzeigen

PS: Kennt Ihr auch bei Euch in der Nähe eine Brücke, die ich noch nicht vorgestellt habe und möchtet Ihr auf ähnliche Weise verlinkt werden? Gebt mir gern Bescheid; denn Ihr wisst ja: Hamburg hat 2.496 Brücken und alle werde ich sicherlich nicht erwischen (können).

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2 Gedanken zu „Mundsburger Brücke

  1. knightlyart

    Als Urheberin der Fotos, muß ich hier unbedingt einen Kommentar hinterlassen! Dein Berich ist so toll und informativ, das ich ihn bestimmt schon 50x gelesen habe!So begeistert bin ich! So hätte ich mir den Geschichtsunterricht damals gewünscht!
    Aber all Deine Brückenpost sind genial!
    Zum Glück hat HH viele Brücken, so das noch viele spannende Berichte folgen werden!
    Noch einmal vielen Dank für die liebevolle Erwähnung meines Blogs,
    gern auf weitere Zusammenarbeit,
    Kirsten

    Antwort
    1. kurzundknapp Autor

      Oh, Kirsten, das geht runter wie Öl – vielen herzlichen Dank. Ich bin gerade zurück zu Hause und habe einige neue Brücken fotografiert – auch meine „Endgegner“-Brücke.
      Vielen Dank nochmals für die Bilder, deine Posts und überhaupt und sowieso.
      Liebe Grüße
      Sabine

      Antwort

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