Singapurbrücke

Auch die heutige Brückenvorstellung verdanke ich @markohhh_HH

Wie schon die Manilabrücke befindet sich auch die heutige Brücke, die Singapurbrücke in der City Nord und überquert als Fußgängerbrücke den nordöstlichen Überseering in Höhe des Oval Office kurz vor der Kreuzung zur Hebebrandstraße.

Ender der 1950er Jahre begann unter der Leitung des damaligen Oberbaudirektors Werner Hebebrand (Hebebrandstraße!) die Planung einer autofreundlichen City Nord, die der Idee einer autogerechten Stadt entsprechen soll. Aus diesem Grund wurden in den Planungen auch keine Schnellbahnhöfe vorgesehen und die Hauptstraßenführung, der Überseering sollte möglichst ampelfrei gehalten werden, damit der Verkehr gut fließen kann. Daher die Fußgängerbrücken. Die ursprüngliche Idee, östlich an die City Nord die Autobahn A25 anzuschließen wurde dann zum Glück nicht umgesetzt.  

Nun aber erst einmal genug der Worte, jetzt folgen die schönen Bilder von @markohhh_HH:

Bildrechte liegen bei https://twitter.com/markohhh_HH

Bildrechte liegen bei https://twitter.com/markohhh_HH

Grund für den Bau der City Nord war der akute Platzmangel im Innenstadtbereich für Verwaltungen und Großkonzerne. Die Gefahr bestand also, dass Firmen ihren Sitz ins Hamburger Umland verlagern und somit nicht nur Renommée verloren ginge, sondern auch jede Menge Steuern im Stadtsäckel  fehlen würden.

Aus Manhatten brachte dann der Oberbaudirektor Hebebrand die Idee eines Commercial Parks mit, in dem sich ähnlich des Central Parks Firmen zwischen Grün ansiedeln sollten. Daher war auch die Vorgabe, dass mindestens 35% der Grundstücke für Grünflächen vorzuhalten sind. Diese Vorgabe wurde dann später auf 25% reduziert. Wie ich schon eingangs erwähnt habe, sah die Planung auch vor, den Fußgängerbereich vollständig von dem Autoverkehr zu trennen und daher wurden die Fußwege auf die zweite Ebene, also rund 5 Meter über die Straße verlagert, was vor allem im östlichen Bereich der City Nord umgesetzt wurde.

Der optimale Ort für die zu bauende City Nord wurde dann nördlich des Winterhuder Stadtparks gefunden mit einer Grundfläche von 117 ha und das Beste daran: das Grundstück gehörte der Stadt. So freuten sich mit Ausnahme der über 4.300 Bewohner (Kleingärtner und Bewohner von Behelfsheimen), die ihre dort befindlichen Gärten und Wohnungen aufgeben mussten, alle: die Konzerne, die Bauunternehmen und nicht zuletzt die Stadt: blieb ihnen doch somit ein drohender Wegzug der Firmen erspart. Die ersten drei Gebäude wurden so im Jahr 1966 eröffnet.

Weitere Informationen zur Geschichte der City Nord sind auf der Seite City Nord – Business am Stadtpark nachzulesen.

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