Postbrücke

… und noch eine Premiere; denn die Postbrücke nennt sich nur noch so, ihre Funktion als Brücke hat sie im Jahr 1975 verloren, da im Rahmen einer Brückeninstandsetzung die Brückenöffnungen zum Bleichenfleet, das sie einst überspannte, mit einer Stahlbeton-Winkelstützwand verschlossen wurden. Die Hohlräume, die sich unter der Brücke befanden, wurden mit Kiessand und Beton verfüllt. Und wo kein Hohlraum oder Überquerung, da keine Brücke. Dennoch: sie heißt nunmal Postbrücke und sieht auch aus wie eine Brücke. Also findet auch sie hier ihren Platz. 

Postbrücke 01 Postbrücke 02 Postbrücke 03

Die Poststraße, die über die Brücke verläuft wurde nach dem Großen Hamburger Brand im Jahr 1842 als neue Verbindung neben der Alte Post angelegt.

Die Postbrücke ruht auf in den Boden gerammten Holzpfählen. Die Gewölbe der zweibogigen Brücke (lichte Weite der Bögen jeweils 5,73 Meter) sind wie die gesamte Brücke aus Ziegelmauerwerk gemauert. Die Brücke hatte eine Gesamtlänge von etwa 28 Metern und eine Breite von 19,10 Metern.

Erbaut  wurde die Postbrücke in den Jahren 1845/1846 und ab dem Jahr 1894 verkehrte die Ringlinie der Straßenbahn über die Brücke. Da es dort allerdings ziemlich eng war und nur Platz für ein Gleis vorhanden war, wurde der Verkehr nach 1900 richtungsabhängig dann auch über den Jungfernstieg als Linie 26 geführt. Ein paar Jahre später, nämlich 1908/1909 wurde die Brücke durch einen Fußweg erweitert.

Bis zum Jahr 1951 konnte der originale Bodenbelag erhalten  werden: er bestand aus Holzpflaster. Dann erst, also 1951 wurde das Holzpflaster durch Asphalt ersetzt, das allerdings 10 Jahre später erneuert werden musste. Da sieht man mal: natürliche  Materialien sind doch wesentlich haltbarer 🙂

Nördlich der Brücke verlief bis 1974 der Mühlenkanal, der bis in die 1950er Jahre bei Hochwasser als Notauslass der Rathausschleuse diente. Da aber im Jahr 1973 die Rathausschleuse verbreitert wurde, war ein Notauslass und damit der Mühlenkanal nicht mehr nötig. Also wurde der Mühlenkanal 1974 teilverfüllt und im Jahr 1976 dann komplett verfüllt. So erging es ihm also wie vielen Fleeten in Jahren und Jahrzehnten zuvor.

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