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Reesedammbrücke

Die Reesedammbrücke gehört auch zu den bekannten Brücken Hamburgs – vermutlich aber nicht vom Namen, sondern nur vom Anblick her. Mir zumindest ging es so; denn ich sitze sehr gern im Sommer auf den Stufen vor dem Rathausmarkt zur kleinen Alster hin mit Blickrichtung Alsterarkaden und beobachte die Schwäne, wie sie in Richtung Jungfernstieg davon schwimmen. Dabei unterqueren sie eine Brücke – die Reesedammbrücke.

erl.Reesendammbrücke

Diese Brücke wurde 1843/1844 gebaut. Ihr Namensgeber ist der Müller Heinrich Reese, der um 1270 dort eine Kornmühle betrieb. Die zweite Alster-Staustufe, die sich dort ursprünglich befand, wurde beim Bau der Brücke in den Bereich der heutigen Rathausschleuse verlegt.

Anfang der 1930er Jahre wurde die Brücke teilweise abgerissen und neu gebaut, denn seit April 1934 befindet sich unter dem südlichen Brückenteil die U-Bahn-Station Jungfernstieg, die damals die Endstation der Kell-Jung-Linie bildete.

Ende der Sechziger Jahre wurde dann zusätzlich der heutige S-Bahn-Knoten Jungfernstieg erbaut, der quer unter der Brücke und der vorhandenen U-Bahn-Station Jungfernstieg verläuft.

Wenn wir nun aber schon einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Hochbahn machen, dann möchte ich doch ein paar Worte zur Kell-Jung-Linie verlieren; denn dies finde ich total spannend und habe dies auch jetzt erst beim Tippen dieses Berichtes erfahren.

Wie der Name schon sagt (oder sich Hamburger denken können) ist damit eine Verbindung zwischen der Kellinghusenstraße und dem Jungfernstieg gemeint, die dann gänzlich unterirdisch unterhalb der Straßen Rothenbaumchaussee, Stephansplatz und Colonnaden zum Jungfernstieg führte. Um aber der parallel verlaufenden Straßenbahn, die die so genannte „Feinverteilung“ vornahm, keine Konkurrenz zu machen, wurden die Haltestellenabstände mit durchschnittlich 1.088 m besonders groß gewählt. Wer sich nun für weitergehende Informationen interessiert, der sollte unbedingt die Geschichte der Hamburger Hochbahn bei Wikipedia lesen.

In der Zwischenzeit hoffen wir auf den baldigen Sommer, so dass wir wieder über den Rathausmarkt schlendern und auf die Reesedammbrücke blicken können.

erl. Reesedamm 2

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Mühlenbrücke

In Hamburgs Altstadt liegt die Mühlenbrücke in der Straße Großer Burstah und sie überquert das Nikolaifleet.

Leider hat das benachbarte Restaurant seine Möbel (oder Sperrmüll) auf der Brücke abgestellt, so dass ich nicht so wirklich gut an die Brücke herankam.

Wie man am Brückenschlild ablesen kann, befand sich an dieser Stelle vom 12. bis 19. Jahrhundert die Niedermühle, die älteste Mühle der Stadt.

erl. Mühlenbrücke Erklärung

 

erl. Mühlenbrücke Gr Burstah

erl. Mühlenbrücke

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Lombardsbrücke

Dank dieses Brückenblogs schaffe ich es endlich, die Lombards- und die Kennedybrücke voneinander zu unterscheiden, weil ich mich nun auch erstmals tatsächlich mit den Brücken und den Geschichten der Brücken beschäftige.

Die Lombardsbrücke ist eine Straßen- und Eisenbahnbrücke und führt über die Alster, was wunderschön auf diesem Bild „von oben“ zu erkennen ist. Ich habe es anlässlich meines StadtRUNDgangs aufgenommen, als ich oben auf der Nikolaikirche war.

erl. Lombard- und Kennedy von oben

Die Lombardsbrücke ist die vordere, also die der Binnenalster zugewandten Brücke.

Ihren Namen hat sie von dem Pfandleihhaus „Lombard“, das nach den Lombarden, den norditalienischen Kaufleuten benannt wurde und auf einem Teil der Hamburger Wallanlagen gestanden hat. Genau hier verlief nämlich damals die Stadtbefestigung, die die Außen- von der Binnenalster trennte. Zu der Zeit war die Lombardsbrücke noch eine Holzbrücke und die erst 1865 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde, da die Verbindungsbahn von Altona nach Hamburg nicht über eine Holzbrücke fahren konnte.

Das folgende Foto darf ich mit freundlicher Genehmigung von Stephan Bestmann posten. Er ist der Urheber dieses Bildes und da ich ihm auf Facebook folge, hatte ich das Bild gesehen, wir kamen ins Gespräch und er hat mir angeboten, seine Bilder auf meinem Blog einzubinden. Dafür auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Danke.

erl. Lombardsbrücke ste#beFacebook-Link : https://www.facebook.com/stebeFotografie?hc_location=stream

Tolles Bild, oder?

Ich war schon fast am Verzweifeln, weil ich die Lombardsbrücke außer „von oben“ nie so wirklich vor die Linse bekam. Dann aber, als ich mir neulich die pink beleuchtete Alsterfontäne angesehen habe, konnte ich sie doch noch ablichten.

erl. Lombardsbrücke nah

Wer sich nun noch für die weitere Geschichte der Lombardsbrücke interessiert, der sollte sich das Video des Hamburg Museums ansehen, das unter folgendem Link abzurufen ist: http://www.youtube.com/watch?v=Mkk7PPa4Cpk (bitte copy & paste) und natürlich habe ich diesen Link von dem Blog Cup of Coffee. Woher sonst?

 
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