Hochbahnviadukt Hellbrookstraße

Manchmal sind es die Zufälle, die mir höchst spannende Geschichten liefern. So bin ich vorgestern auf dem Weg zu einem Bloggertreffen durch die Hellbrookstraße gefahren, stand da so an einer roten Ampel und dachte mir plötzlich „huch, dieses Viadukt scheint aber auch zu den älteren zu gehören“ und griff also schnell zu meinem iPhone. Eine weise Entscheidung, wie ich dann gestern bei der Recherche festgestellt habe. 

Hochbahnviadukt Barmbek

Da die Linie Rathaus – Barmbek die erste Strecke der Hamburger Hochbahn war und im Jahr 1912 eröffnet wurde, ist dieses Hochbahnviadukt demzufolge um 1910 bis 1911 erbaut worden. An der Hellbrookstraße befand sich damals das Kraftwerk, von dem aus die Hochbahn elektrisch betrieben wurde. Ebenfalls befand sich dort das Verwaltungsgebäude der Hamburger Hochbahn AG.

Ich könnte ja jetzt unglaublich schlau tun und ungeheures Wissen über den Bau der Hamburger Hochbahn hier zum Besten geben; aber nein, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn. Die Geschichte des Baus der Hamburger Untergrund- und Hochbahn ist so spannend, ich sitze hier seit gut zwei Stunden und lese und staune und lese und staune … Bevor ich jetzt den Link preisgebe, zitiere ich aus einer Stelle:

Ab der Uhlandstraße ist es eine stählerne Viaduktstrecke, in die die prächtige Brücke über den Kuhmühlenteich integriert ist. Nach Überquerung der Schürbecker Straße folgt wieder eine gemauerte Viaduktstrecke, die sich bis zur Finkenau hinzieht. Von der Finkenau an bis zur Richardstraße ist es wieder eine stählerne Viaduktstrecke, ebenso über dem Barmbecker Markt. So wechseln sich Stahl- und Steinviadukte bis Barmbek ab. Erst ab der Fuhlsbüttler Straße geht die Strecke endgültig in eine Dammschüttung über. Herausragend ist das schöne Brückenbauwerk über den Osterbekkanal.

So und nun erfahrt Ihr, welche Seite ich meine, auf der ich mich grundsätzlich „verliere“, weil ich sie so spannend und informativ finde. Es handelt sich um die Hamburger-Untergrundbahn.de und in diesem Fall genauer gesagt diese beiden Artikel hier:

Die Geschichte der Hamburger Hochbahn: Die Jahre 1891 bis 1912

und

Die Geschichte der Hamburger Hochbahn: Die Jahre 1912 bis 1919

Herausragend finde ich auf dieser Seite die alten Bilder vom Bau oder die der ersten Stationen, hier erfährt man auch, dass auch in Zeiten vor Photoshop fleißig die Bilder verändert wurden, warum früher zwischen den Gleisen in Zickzack-Form Streben verlegt wurden und viele weitere Details. Nehmt Euch einen Kaffee oder Tee und lest. Es ist wirklich interessant. Auch die alten Namen der Bahnhöfe, warum die Mönckebergstraße früher eine Pesthölle war u.v.m.

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